| Unsere Abteilung
wurde 1933 vom damaligen Kaplan Peter Bertola als katholische Pfadfinder-Abteilung
der Pfarrei St. Nikolaus zu Frauenfeld ins Leben gerufen. Sie sollte
das Gegenstück zu den drei Abteilungen des Stadtcorps bilden. Aus
diesem Grund wurden nur katholische Knaben in die Gruppe aufgenommen.
Als katholische Abteilung mussten die Pfadfinder auch aktiv am kirchlichen
Leben teilnehmen. Einmal im Monat war mit der ganzen Abteilung Messebesuch
in Uniform angesetzt. Die ersten 20 Mitglieder waren im Alter von 11 bis 20 Jahren. Bald merkte
man, dass auch für die Jüngeren die Möglichkeit zum Eintritt
bestehen sollte. Also wurde die Wolfsstufe gegründet. Die ersten
Führer waren bei Pfader und Wölfen ältere Pfadfinder.
Im Laufe der Zeit traten bei den Wölfen auch Mädchen als Leiterinnen
ein. Die ersten Pfadilager führte man in der näheren Umgebung,
wie zum Beispiel auf dem Sonnenberg oder bei der Ruine Helfenberg am
Hüttwilersee durch. Da man in den ersten Jahren noch kein Heim
hatte, war man darauf angewiesen, die Übungen so zu gestalten,
dass sie im Freien abgehalten werden konnten. Später ist die Abteilung
etliche Male mit Sack und Pack umgezogen, so auch in die alte Schuhfabrik.
1942 wechselte man ins oberste Geschoss der Familie Böni an der
Murg. Im Mai 1949 konnten die Wölfe, Pfader und Rover im neu erstellten
Pfarreiheim im Klösterli einziehen.  Die Mithilfe
am Pfingstrennen und am Militärwettmarsch (und das bis heute) gehörte
zu den festen jährlichen Aufgaben. Während der Kriegsjahre
fand das muntere Treiben am Samstag weiterhin ohne Schwierigkeiten statt.
Für die Lager wurden von den Pfadern verlangt, dass sie Lebensmittelmarken
für Brot, Käse, Milch oder Fleisch mitzubringen hatten. Es
wurden keine Zelt- sondern Hauslager durchgeführt, da das Geld
für Zeltmaterial fehlte. Im Frühling 1989 gründete man den Altpfadfinder Verein (APV)
und ein Jahr später organisierte man die erste 3. Stufen-Equipe. 1995
wurde aus der Bubenabteilung eine gemischte Abteilung, da der damalige
Blauring auseinander zu brechen drohte.Aus der kleinen Schar von 1933
wurde eine Abteilung bestehend aus 150 Mädchen und Knaben. Natürlich
ist die Abteilung nicht mehr streng konfessionell gebunden. Der Pfadigeist
wirkt sowohl in protestantischen als auch in katholischen Aktiven. Im Frühjahr 2002 schlossen wir uns dem Stadtcorps an, welches sich
nun Corps Pfadi Frauenfeld nennt. Jede Abteilung bleibt weiterhin eigenständig.  |